Trotz der riesigen, kargen Wüstenflächen und der geringen Niederschläge beheimatet das Emirat eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Es gibt etwa 3.500 einheimische Pflanzen, die ausgesprochen gut an den extrem hohen Salzgehalt des Bodens und die raue Umgebung angepasst sind.
Die am meisten verbreitete und in großem Umfang kultivierte einheimische Pflanze ist die Dattelpalme, deren zarte Gestalten städtische Straßen säumen, Palastgärten zieren und in den wilden Oasen ein Meer grüner Blätter bilden.
Zahlreiche salzresistente Pflanzen, die Botaniker „Halophyten“ nennen, beleben die scheinbar eintönige Wüstenlandschaft. Dazu gehören Salsola imbricata, Zygophyllum mandavillei und tamarix. Gräser wie Panicum turgidum, Pannisetum divisum und Haloxylon salicornicum wachsen in verschiedenen Wüstenabschnitten.
Zur Ergänzung der natürlichen Vegetation in der Stadt arbeitete die Regierung mit beeindruckendem Erfolg an der Begrünung von Abu Dhabi City aus praktischen und ästhetischen Gründen. Angelegte Gärten verhindern das Verwehen des Sandes und bilden gleichzeitig eine attraktive, erholsame Umgebung für die Einwohner. Überdies fördern Parks und Gärten die Ansiedlung von Vögeln, die das Ökosystem der Stadt verbessern.
In den kargen Wüstenregionen ist eine Reihe von Tieren heimisch, die aufgrund ihrer biologischen Anlagen in der Lage sind, lange Dürreperioden mit nur wenig oder ganz ohne Wasser auszukommen und äußerst raue Wetterbedingungen zu überleben. Die meisten dieser Tierarten haben instinktiv Überlebensstrategien entwickelt, die darin bestehen, sich in Erdlöchern zu vergraben und über lange Zeit dort zu verweilen, während andere Tiere sich rasch unter der losen Sandoberfläche bewegen.